Magnolia Apps (Teil 1) – Einführung – Yet another App definition?

Seit der Einführung des App Store durch Apple im Jahr 2008 hat sich der Begriff „App“ für Anwendungssoftware etabliert und wird meistens mit „Mobile App“ assoziert. Mittlerweile wird der Begriff aber auch für Web-Anwendungen und sogar Desktop-Anwendungen verwendet.

Auch Magnolia bietet ab der Version 5 (mittlerweile auch schon seit zwei Jahren) die Möglichkeit „Apps“ zu entwickeln. Was aber heisst das im Magnolia Kontext? Kann man mit Magnolia jetzt Anwendungen fürs iPhone bauen? Was für Arten von „Magnolia Apps“ gibt es überhaupt, wo liegen die Unterschiede und welche verwendet man wann?

App = Mobil?

Hört man „App“ denkt man zu allererst wohl an mobile Anwendungen auf dem Handy, maximal noch auf dem Tablet. Eine Magnolia App hat aber erstmal mit mobilen „Apps“ nicht viel zu tun. Vielmehr bietet sie eine Möglichkeit, das CMS System Magnolia zu erweitern und individuellen Bedürfnissen anzupassen.

Magnolia Admincentral

adminCentral

 

Nach dem Starten von Magnolia landet man im adminCentral. Dort hat man die Auswahl aus allen auf dem jeweiligen System verfügbaren „Apps“. Das Bild oben zeigt die reguläre Übersicht mit dem von Magnolia mitgelieferten Standard. Eine „App“ in diesem Kontext definiert eine Anwendung, mit der fokussiert ein bestimmter Problembereich bearbeitet werden kann. So kann zum Beispiel mit der Pages App der Seitenbaum mit dem eigentlichen Content bearbeitet werden. Weitere Magnolia Standard Apps ermöglichen Assets zu managen, Kontakte zu erstellen, Personalisierung durchzuführen und noch vieles mehr.

Wie also definiert sich eine App?

Eine Magnolia App läuft innerhalb einer Magnolia Installation. Sie wird im adminCentral dargestellt und von dort aus gestartet. Man kann zu ihr Wechseln und sie beenden.

Custom App, Content App, was bitte ist der Unterschied?

Magnolia unterscheidet im wesentlichen Custom und Content Apps. Wobei man sagen kann, dass eine Content App eine auf Content Management spezialisierte App ist. Sie hat von Haus aus viele Funktionalitäten, die man zur Datenpflege benötigt. Eine Custom App dagegen hat einen viel generischeren Ansatz, in der Regel  sind dort weniger Funktionalitäten vorgesehen. Aus meiner persönlichen Sichtweise würde ich Custom Apps eher im Bereich der Produktentwicklung sehen (z.B. wie Magnolia sie bei der Personalisierung nutzt) und Content Apps eher als Möglichkeit im Redaktionsprozess um für Autoren spezielle Anwendungsfälle bei der Contentpflege einfach zu ermöglichen.

Auch hybride Apps sind möglich, ein gutes Beispiel ist hier die Feeds App aus dem Magnolia Standard. Sie kombiniert eine Content App, in der Feeds gepflegt werden können mit einer Custom App, in der der Zeitplan definiert wird, in dem die Feeds abgeholt werden.

Hauptzweck von Content Apps sind für mich Kapselung eines Problembereichs und Wiederverwendbarkeit von zentral gepflegten Daten.

Im zweiten Teil dieser Blog Serie gehe ich auf die technischen Spezifika ein, erkläre welche Möglichkeiten Apps bieten und welche Beispiele es in den zwei Kategorien gibt.

Ein Gedanke zu “Magnolia Apps (Teil 1) – Einführung – Yet another App definition?

  1. Pingback: Magnolia Apps (Teil 2) – Technischer Background an Hand der pages App – Magnolia

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